Holzstufen

Im Treppenhaus haben wir eine Betrontreppe. Die Treppe zum Keller haben wir vom Fliesenleger fliesen lassen (mit dem selben Material wie im Erdgeschoss-Flur), ins Obergeschoss wollten wir einen Holzbelag für die Treppe.

Nach längerer Angebotssuche für massive Eichenholz-Stufen (4cm, um eine Aufbauhöhe von 5cm zu erreichen) sind wir bei meine-holzstufen.de (Schreinerei Lichter) gelandet. Was soll ich sagen – wir waren restlos begeistert. Die Qualität der Stufen ist absolut einwandfrei, anhand der Musterstücke konnten wir uns vorab zwischen lackierter und geölter Oberfläche entscheiden, und auch ein sehr kurzfristiger Sonderwunsch (behandelte Außenseiten) wurde unbürokratisch umgesetzt. Unser Treppenhaus ist noch nicht ganz fertig, aber den Einbau der Holzstufen möchte ich schon mal beschreiben.

Da wir eine „einfache“ Treppe haben (mit Podest, nicht gewendelt) war das Aufmaß recht einfach zu machen. Nur das Podest musste etwas spezieller zurecht gesägt werden, hierfür habe ich eine bemaßte Skizze erstellt und an die Schreinerei gesendet. Die Stufen und das Podest waren exakt nach meinen Angaben gefertigt und trafen einige Wochen später per Spedition ein:

Lieferung der Holzstufen

Die Betrontreppe wurde dann sorgfältig gesäubert und schließlich die Stufen der Reihe nach eingeklebt. Hierfür habe ich zwei Abstandshalter (ca. 1cm dick, aus Holzresten) auf die Stufe gelegt und eine komplette Kleberkartusche dazwischen verteilt. Da muss man übrigens echt flott arbeiten, da der Kleber (Ponal STATIK) nach gut einer Minute anfängt aufzugehen:

Stufenkleber

Also gleich danach Holzstufe drauf, mit zwei Gewichten beschweren (bei mir improvisiert: zwei Eimer mit Schotter 🙂 ) und mit Stoppuhr sicherstellen, dass das mindestens zehn Minuten lang aushärtet.

Stufen mit Gewicht beschweren

Beim Einbau war lediglich wichtig, dass der Abstand zur Treppenwange immer identisch ist:

Stufe einmessen

Anfangs hatte ich einen großen Respekt vor dem Einbau und hab das eine Weile vor mir her geschoben (sind schon einige Euro Holz, die man da verklebt). Aber notfalls kann man eine Stufe nochmal mit einem Fuchsschwanz heraussägen/lösen (wenn man da mal einen Fehler gemacht haben sollte ;-)). Der Einbau ging total fix, pro Stufe etwa 15min. Und das (Zwischen-)Ergebnis spricht für sich:

Holzstufen

Das Podest habe ich nicht alleine einbauen können – das besteht aus zwei Teilen (mit Nut-Feder-Verbindung), und das Timing ist da sehr sportlich (dafür mussten drei Kartuschen in <2 min verteilt werden). Foto hiervon habe ich nicht (dafür war keine Zeit…).

Der nächste Schritt war dann der Einbau der Setzstufen – dazu schreibe ich einen separaten Beitrag.

Pool

Und dann war da noch das Irrsinns-Projekt des Jahres. 😀

Ab dem Anfang unserer Bauplanung spukte in unseren Köpfen die Idee eines Pools herum. Ursprünglich sollte es ein Schwimmteich werden, leider ließ sich das auf so kleiner Fläche nicht sinnvoll realisieren. So kamen wir letztlich zu der Entscheidung, einen Rundpool mit 3,5m Durchmesser (1,35m tief) in eine Ecke des Grundstücks zu setzen. Der Pool soll teilversenkt werden, so dass er ca. 20cm aus der Erde heraussteht. Noch bevor ich den Rasen angelegt hatte, habe ich mal die geplante Pool-Fläche markiert:

geplante Pool-Fläche

Irgendwann habe ich während irgendeinem „Leerlauf“ mal begonnen, die auszuhebende Fläche abzustechen. Die Erde habe ich gleich am Rand angehäuft, weil ich später ja außen noch was zum anfüllen brauche:

Der Anfang...

Eigentlich war geplant, hier im Baugebiet einen Baggerfahrer anzusprechen (wenn gerade einer in der Nähe ist), um den Aushub mal schnell und unbürokratisch heraus zu buddeln.

Tjo, irgendwie hat sich dann alles verselbständigt… ich hatte immer wieder mal „Leerlauf“ (bzw. war das der Ersatz dafür, dass gerade keine andere kraftzehrende Arbeit im Garten angestanden war), und so habe ich doch tatsächlich über etwa zwei Monate hinweg die kompletten 14m³ Erde mit Spaten und Schubkarre ausgehoben… 🙂

Aushub Aushub

Von den Nachbarn habe ich dabei nur Kopfschütteln und Mitleid geerntet 🙂 wurde aber immer wieder mal mit einem Bierchen versorgt (gegen Dehydration und so :-))

Um den 1,35m-Pool nur 20cm herausstehen zu lassen, müsste das Loch 1,35m tief werden (wegen der Bodenplatte: 5-10cm Sauberkeitsschicht, 10-15cm Bodenplatte). Nach 1,15m wurde die Erde aber so brutal hart, dass das spontan tief genug war. 🙂

Auch hier habe ich einige Tonnen Schotter verteilt und verdichtet, und anschließend eine einfache Bewehrung gebaut. Als Abstandshalter dienten Reste von Betonplatten, damit die Eisen etwa in der Mitte der Betonplatte liegen:

Sauberkeitsschicht Sauberkeitsschicht Sauberkeitsschicht Baufolie und Bewehrung

Dann ging es an die Bodenplatte. Bei 15cm Dicke und 3,5m Durchmesser (plus 15cm Überstand am Rand) werden rund 1,7m³ Beton benötigt – aufgerundet also 2m³. Ich habe ausgerechnet, was es kostet das mit dem Betonmischer selber zu machen, oder das als Transportbeton fix&fertig kommen zu lassen. Selbermachen: rund 250 Euro, anliefern lassen (inkl. Mindermengenzuschlag) rund 350 Euro. Die Entscheidung war sehr einfach zu fällen. 🙂

So kam dann morgens um 07:30 ein Betonlaster in den Garten, und um 07:45 waren 2m³ Beton im Pool. Zwei Stunden später saß ich bereits im Büro am Schreibtisch.

Bodenplatte nivellieren Beton glatt schwabbeln

Den Boden so richtig glatt zu bekommen war noch so eine Sache für sich… angeblich sieht man (aufgrund des Wasserdrucks) alle noch so kleinen Unebenheiten hindurch, also habe ich zwei Säcke (teure) Ausgleichsmasse verteilt. Das Ergebnis was aber nicht zufriedenstellend, weshalb ich danach noch mal mit einem halben Sack Flexkleber alles glatt gespachtelt habe. Die Ausgleichsmasse hätte ich mir also sparen können. Ach ja, grundieren und trocknen lassen kam auch jeweils noch dazu…

(unnötige) Ausgleichsmasse

Egal – irgendwann war die Bodenplatte fertig. Zeit, den Pool aufzustellen:

Erst die Stahlwand in das Loch bekommen...  ... dann abrollen, mit Handlauf provisorisch fixieren. Vorbereitung aller Ausschnitte und Verlegen des Bodenvlieses

Nachdem der Pool stand, alle Ausschnitte durchgeführt und mit Zinkspray behandelt waren, haben wir die Poolfolie eingehangen und den Pool erstmals mit 2-3cm warmen Wasser befüllt (dafür den Gartenschlauch mit einem Adapter an den Duschschlauch angeschlossen). Dank Sonnenschein lief die Wärmepumpe da mit günstigem Photovoltaik-Strom. 😉

Warmwasser, um die Falten glatt zu streichen

Ich habe dann über eine Stunde kniend in der lauwarmen Wasserpfütze die Falten am Boden herausgestrichen. Zuletzt wurde der Handlauf endgültig befestigt, und dann der Wasserstand auf rund 50cm erhöht:

Wasser marsch!

Was freue ich mich schon auf den nächsten Sommer!
Bis dahin stand aber noch viel andere Arbeit an: der Rand zwischen Poolwand und Erde musste mit Magerbeton hinterfüllt werden. Nach Adam Riese waren das auch noch mal rund 2m³ Beton, den wir diesmal aber selber angemischt haben (4 Tonnen Schotter, 14 Säcke Zement). Die Poolwand wurde zur Dämmung und zum Schutz noch mit 2cm Styrodurplatten ummantelt:

Betonmischer-Party Magerbeton-Hinterfüllung Magerbeton-Hinterfüllung

Das ist dann auch der aktuelle Endstand. Jetzt ist Anfang November, die Verrohrung kann ich erst im Frühjahr machen – zumal die Technik (Pumpe, Filter usw.) in die erst noch zu bauende Garage kommen soll. Aber das ist eine andere Geschichte… 🙂

Garten/Terrasse

Nachdem der Vorgarten (mehr oder weniger) fertig war, ging es nahtlos mit dem Garten und der Terrasse weiter.

Zuerst einmal musste für die Terrasse noch etwas Erde abgetragen werden, um einen ordentlichen Unterbau aus Schotter (Mineralbeton) zu erstellen:

Erde für die Terrasse abtragen... ... und durch Schotter ersetzen.

Dann das Übliche: mit dem Rüttler mehrfach verdichten, Schnurgerüst, Höhen einmessen, rechnen, planen, umplanen, … – aber irgendwann standen die ersten Randsteine. Auch hier kamen wieder die Granit-Randsteine (100x15x5) zum Einsatz.

Schnurgerüst und Randsteine

Dann wurde es „tricky“. Praktisch alle Baustellenbesucher haben mich an der Stelle gefragt, was das wird:

verschiedene Niveaus

Wie man sieht, habe ich außer den Granitrandsteinen am äußeren Rand noch weitere Randsteine „innen“ gesetzt. Dabei handelt es sich um billigste Beton-Randsteine (100x15x5), die ich der Länge nach halbiert habe – also auf ca. 7,5cm Höhe. Die habe ich mit knapp 60cm Abstand zu den äußeren Randsteinen gesetzt, den Raum dazwischen wieder mit Schotter aufgefüllt und das Ganze dann wieder verdichtet. Der Grund dafür zeigt sich bei den nächsten Bildern:

Feinsteinzeug Feinsteinzeug auf Drainmörtel

Ich plante nämlich eine kombinierte Holz-Stein-Terrasse. Fragt nicht, wie lange ich da herumgeplant habe… Anfangs wollte ich alles auf Stelzlager bauen (also auch die Feinsteinzeug-Platten), aber das hätte einige konstruktionstechnische „Kniffe“ benötigt – vor allem an den Übergängen von Stein zu Holz (z.B. dass die Platten nicht auf den Stelzlagern herumrutschen, wenn da nur eine Reihe liegt).
Lange Rede, kurzer Sinn: die Feinsteinzeug-Platten wurden auch wieder (wie beim Vorgarten) auf Drainmörtel verlegt, die Holzkonstruktion sollte auf Stelzlagern gebaut werden. Beide Unterbauten (Drainmörtel/Stelzlager) brauchen unterschiedlich viel Platz, daher habe ich den Bereich unter den Platten mit Schotter auf die notwendige Höhe gebracht. Die (halben) Randsteine auf der Innenseite sorgen für einen sauberen Abschluss des „hohen“ Unterbaus.

Bevor es dann an die Holzterrasse ging, sollte aber noch „schnell“ der Rasen angelegt werden. Die Ausgangssituation war diese hier:

Unkraut-Lehm-Piste

Brettharter Lehm, durchsetzt von Unkraut. Also habe ich eine anständige Benzin-Bodenfräse (ca 2PS) aus dem Baumarkt ausgeliehen. Anfangs hat die Fräse mich durch den Garten gezogen, aber nach einer halben Stunde war der Boden halbwegs „angekratzt“, die Fräse konnte tiefer greifen, und dann hat’s (fast) Spaß gemacht. Nach nur zwei Stunden war der Garten mehrfach komplett umgegraben:

erfolgreich gefräst erfolgreich gefräst

In den Boden haben wir ein Dutzend Säcke billiger Pflanzenerde vom Baumarkt sowie einige Säcke Sand eingearbeitet. Dann habe ich das mit einer langen Richtlatte (mit Wasserwaage) nach bestem Wissen und Gewissen (um genau zu sein: bis zum Ende der Motivation, also fast drei Stunden lang) glatt gezogen und zuletzt mit einer Rasenwalze geplättet. Dann ging’s erst mal in den wohlverdienten Urlaub.

Nach dem Urlaub haben wir als erste Amtshandlung etwa 5 Kilo Rasensamen auf geschätzt 150m² verteilt, gewalzt und gegossen. Zwei Tage später hat es in einem gigantischen Gewitterschauer alles wieder weggespült, und wir haben erneut 5 Kilo Rasensamen verteilt. „Doppelt hilft besser“? 🙁

Während der Rasen wachen durfte, habe ich mit der Holzterrasse losgelegt. Bei einem Baumarkt gab es die 3-Meter-Dielen gerade im Angebot – das ich aber nicht wahrgenommen habe: die Dielen sind dort hochkant stehend im Außenbereich (ohne Wetterschutz) gelagert und daher eine Diele krummer als die andere. Der Baufachmarkt 500 Meter weiter hatte für nur rund 15% mehr eine wesentlich bessere Qualität zu bieten.
Auf dem Schotter habe ich Unkrautvlies ausgerollt und billige Betonplatten für die Stelzlager aufgestellt:

Sonderangebot Terrassen-Unterbau Terrassen-Unterbau

Nach kleineren Anfangsschwierigkeiten (u.a. ist mein Bosch-Akkuschrauber nach wenigen Dielen wortwörtlich „in Rauch aufgegangen“, außerdem mussten die Feinsteinzeug-Platten vorher noch verfugt werden) ging’s dann doch sehr flott voran, an drei Feierabenden war alles erledigt:

Holz-Stein-Terrasse Holz-Stein-Terrasse

Ich fand das Ergebnis sogar besser als erwartet 🙂 Später haben wir die Dielen übrigens noch geölt, dadurch wurde die Farbe ein wenig dunkler und satter.

Nach der Südterrasse erfolgte das selbe Spiel noch mal auf der etwas kleineren Ost-Terrasse:

Terrassen-Unterbau

Und wenige Wochen später durften wir dann auch schon zum ersten Mal den Rasen mähen:

Rasen erstmals gemäht

Sah zwar noch etwas löchrig aus, das hat sich aber auch schnell gegeben.
Was für ein Luxus, endlich nicht mehr den ganzen Dreck aus dem Garten ins Haus zu schleppen! 🙂

Hauseingang (III)

Bevor es mit der Baubeschreibung los geht, erst ein paar Worte zum benötigten Material. Feinsteinzeug-Platten kann man im Prinzip auf drei Arten verlegen: klassisch im Splittbett, auf Stelzlagern (früher auf Mörtelsäckchen) oder eben auf Drainmörtel. Die Splittvariante hat den Nachteil, dass Platten früher oder später locker und/oder schief liegen. Stelzlager sind für größere Flächen sicher gut geeignet, beim Hauseingang mag ich das bezweifeln; zudem klingt es leicht „hohl“ wenn man mit harten Schuhen darüber läuft (auf der Terrasse sicher auch weniger ein Problem als beim Eingang). Die Variante mit dem Drainmörtel erscheint mir am ordentlichsten, wenngleich die auch nicht ganz unkompliziert ist. Auf den verdichteten Schotter wird eine mindestens 4cm dicke Schicht Drainmörtel aufgetragen und absolut gerade abgezogen. Die Feinsteinzeug-Platten werden von unten mit Zementhaftschlämme bestrichen, dann auf den Drainmörtel gelegt und mit dem Gummihammer festgeklopft.

Der Drainmörtel (auch „Einkornmörtel“ genannt) ist im Prinzip ein wasserdurchlässiger Mörtel (Körnung: 4mm, ohne Nullanteile). Die Idee ist, dass Oberflächenwasser nach unten abgeführt werden kann und somit nicht den Belag „sprengt“. Ich habe den Mörtel fertig als Sackware beim Hornbach gekauft (knapp 8,- €/Sack). Pro Platte benötigt man mindestens 60x60x4cm = 14,4 Liter, also über einen Sack. Inzwischen habe ich gelernt, dass Profis sich den Mörtel äußerst günstig selber anmischen (einfach Sand/Kies in 4mm Körnung liefern lassen und mit Zement anrühren). Die Zementhaftschlämme wird benötigt, damit die Platten auf dem Drainmörtel haften bleiben (manche Leute verwenden stattdessen Fliesenkleber). Kompliziert ist, dass der Drainmörtel und die Haftschlämme eine unterschiedliche „Offenzeit“ haben. Ich hatte beim Verlegen der Platten teils 35° Außentemperatur, es war ziemlich schwierig, dass nicht andauernd eines der beiden Materialien antrocknet…

Vor dem Verlegen kam aber erst mal das Shoppen. 🙂 Den Drainmörtel und die Platten habe ich beim Hornbach gekauft und liefern lassen (80 Sack Mörtel, 76 Feinsteinzeug-Platten).

80 Säcke Drainmörtel... ... und 76 Feinsteinzeug-Platten.

Da ich einige Platten später bei der Terrasse auch diagonal schneiden muss, brauchte ich eine entsprechend große Steinsäge. Ich habe für rund 350 Euro eine von CrossTools gekauft – als Leihgebühr hätte der Betrag gerade mal für eine Woche gereicht… Dazu noch eine hochwertige Trennscheibe für Keramik (von Bosch), und schon konnte es los gehen.

mein neues Spielzeug: die Steinsäge

Erst habe ich den Drainmörtel angerührt, verteilt und abgezogen:

Erst den Drainmörtel auftragen...

Anschließend habe ich die Platten ggf. zurecht geschnitten, mit Haftschlämme bestrichen und schließlich verlegt. Aufgrund der Einarbeitungszeit (hab‘ sowas ja bis dahin noch nie gemacht) hat’s anfangs etwas gedauert, aber ich war zufrieden. Aber um ehrlich zu sein: eine Platte klang am nächsten Tag etwas hohl, die habe ich also noch mal herausgehoben und neu verlegt (dann war alles gut). Die frisch verlegten Platten sollen übrigens 2-3 Tage lang nicht belastet werden.

... und dann die mit Platten (mit Haftschlämme) auflegen. mindestens 4 cm Drainmörtel erster Zwischenstand

So ging es dann am nächsten Tag bei brütender Hitze weiter… ich hatte mir extra einen Sonnenschirm aufstellen müssen, da sonst der Drainmörtel binnen kürzester Zeit angetrocknet wäre.

bei brutender Hitze ging's weiter...

Und irgendwann war das Werk dann erfolgreich vollendet. 🙂

fertiger Hauseingang fertiger Hauseingang

Die Fugen wurden einige Monate später noch mit spezieller Fugenmasse verfugt (PCI Pavifix 1K – sündhaft teuer, aber super zu verarbeiten). Diese Fugen bleiben dauerhaft wasserdurchlässig.

Danach ging es mit der Terrasse weiter – Fortsetzung folgt…

Hauseingang (II)

Bevor es an das Verlegen der Feinsteinzeug-Platten ging musste erst der Fußabstreifer an seine endgültige Position eingebaut werden. Das ist gar nicht sooo einfach: das Gefälle des Eingangspodest und das Fugenmuster (inkl. Fugenbreite) müssen dabei bereits genau berücksichtigt werden.

Position des Fußabstreifers markiert

Am Ende habe ich festgestellt, dass mein Ablaufrohr etwa 5cm falsch saß – das zu korrigieren hat mich noch mal fast zwei Stunden gekostet… 😕

Damit Kleinzeug, das in den Fußabstreifer fällt, nicht dauerhaft im Abflussrohr verloren geht und gröberer Dreck nicht das Drainagerohr zusetzt, habe ich ein kleines Edelstahl-Gitter zwischen das KG-Rohr und den Fußabstreifer eingelegt – quasi ein „Sieb“:

Edelstahl-Sieb unter Fußabstreifer Edelstahl-Sieb unter Fußabstreifer

Zum Schluß wurde der Kasten noch ordentlich eingemörtelt. Auch unter dem Fußabstreifer befindet sich ein Mörtelbett – schließlich soll der auch nicht wackeln wenn man ein paar Jahre lang kräftig die Füße darauf abgetreten (=aufgestampft) hat.

Fußabstreifer fertig eingemörtelt

Fortsetzung folgt…

Hauseingang (I)

Nachdem die Erdarbeiten für die Lüftungsrohre abgeschlossen waren, konnten wir endlich mit den Arbeiten für den Hauseingang starten. Langsam wurde der ganze Dreck, den wir zwangsweise ins Haus hineingetragen haben, auch nicht mehr erträglich.

Die Planung des Eingangsbereichs hat mich viele Abende gekostet – alleine die unüberschaubare Auswahl an Materialien stellt einen vor eine schwierige Aufgabe. Schließlich möchte man ja nicht in ein paar Jahren wieder alles anders machen, sondern das soll schon für die nächsten 20-30 Jahre so bleiben…

Nach langen Überlegungen stand fest: als Belag nehmen wir graue Feinsteinzeug-Platten (60×60), eingefasst mit Granit-Randsteinen. Ein Fußabtreter soll vor der Haustür eingelassen sein, um groben Schmutz aufzunehmen.

Da der Eingang auf der Westseite liegt und daher mit viel Regenwasser im Fußabtreter zu rechnen ist, habe ich zuerst eine kleine Entwässerung dafür vorbereitet (ein KG-Rohr beim Eingangspodest, das zu einem ca. 2m Drainagerohr führt):

Drainagerohr und Ablauf für den Fußabtreter

Der geplante Eingangsweg wurde zudem noch mit einem weiteren KG-Rohr „unterführt“, durch das später Wasserleitungen für die automatische Bewässerung gezogen werden können (ganz links im Bild):

"Unterführung" des Eingangsweges

Nach unzähligen Durchgängen an Schottern und Verdichten konnte ich dann endlich mit den ersten Randsteinen loslegen: Granit 100x15x5, jeweils halbiert (somit 50cm hoch). Erst rechts von der Haustür, dann links. Damit der Abstand an der Front am Ende passt (und ich keine Steine längs kürzen muss), habe ich mir einen Abstandshalter aus Holz angefertigt.

Granit-Einfassung des Eingangspodests Abstandshalter für das Eingangspodest Eingangspodest, fast fertig mit Schraubzwingen bleibt alles halbwegs gerade

Danach kam die Stufe vor dem Podest dran – hierfür habe ich 50cm hohe Randsteine gekauft und halbiert (25cm Höhe).

Stufe vor dem Podest Schraubzwingen über Schraubzwingen...

Zwischendrin habe ich mit dem Verlegen der ersten Bewässerungsleitungen und Beregner begonnen. Das KG-Rohr auf den Bildern dient nur als „Platzhalter“ – da kommt später eine Straßenlaterne der Stadt hin…

Bewässerung Bewässerung

Und irgendwann war die Einfassung für das Eingangspodest dann fertig:

Eingangspodest

Anschließend kam noch eine „Rampe“ (rechts vom Eingang), mit der man später von der Garageneinfahrt aus ohne Stufe zum Haus gelangen kann. Erde wurde angefüllt, die nächsten Muschelkalksteine gesetzt, und langsam nahm der Vorgarten Form an:

Insgesamt war ich damit zwei Wochenenden plus einige Feierabende beschäftigt.

Fortsetzung folgt…

Der Abluftturm

Damit die Abluft möglichst dezent das Haus verlässt, brauchen wir natürlich einen Abluftturm (Fortluftturm). Anfangs war das erst mal ein provisorisch aus dem Technikraum herausgeführtes DN200 KG-Rohr:

provisorisches Abluftrohr

Da der „Vorgarten“ bei den Baggerarbeiten für die Lüftungsanlage ohnehin noch frisch umgegraben war, habe ich die Gelegenheit genutzt und das Abluft-Rohr noch ein Stück vom Haus weg verlegt, da direkt am Haus später eine Traufkante angelegt werden sollte. Würde das Abluftrohr „in“ der Traufkante aus dem Boden ragen, würde die Abluft nahe der Fassade herausströmen – da bin ich etwas skeptisch ob das auf Dauer nicht Spuren hinterlässt.

Abluftrohr vom Haus weg versetzt

Als nächstes galt es eine günstige und gleichzeitig optisch halbwegs ansprechende Lösung für die Abluft zu finden. Die Spannweite der Möglichkeiten reicht dabei von einfachen Wickelfalzrohr bis hin zum polierten Edelstahlturm. Wir haben uns letztendlich für eine einfache Lamellenhaube aus verzinktem Stahlblech entschieden (Firma Intelmann, rund 115 €). Dazu 50cm Längsnahtrohr (Firma Lindab, rund 30 €).

Abluftturm (verzinkter Stahl)

Um das Ganze möglichst dezent zu halten, habe ich beide Teile anthrazitfarben (RAL7016) pulverbeschichten lassen (rund 75 €). Somit kostete die Gesamtlösung rund 220 €. Die Lamellenhaube wird einfach auf das Längsnahtrohr aufgesteckt (ich habe das noch mit etwas Silikon fixiert). Das Längsnahtrohr wiederum wird direkt auf das KG-Rohr aufgeschoben, was für die notwendige Stabilität sorgt. Mit dem Endergebnis sind wir hochzufrieden und würden das immer wieder so machen. Hier schonmal eine „Vorschau“ (das Thema Vorgarten kommt noch separat dran…):

pulverbeschichteter Abluftturm

Lüftungsanlage (I)

Da ein Passivhaus naturgemäß sehr „dicht“ ist, damit keine Energie unkontrolliert entweichen kann, ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung – kurz „KWL“ – obligatorisch.

Erdwärmetauscher

Es bietet sich ja an, die angesaugte Luft im Winter durch das Erdreich anzuwärmen und im Sommer abzukühlen. Dafür gibt es zwei Ansätze: einen Sole-Wärmetauscher oder einen rein passiven Luft-Erdwärmetauscher (L-EWT) durch Verlegen der Zuluftleitung im Erdreich. Beim Solewärmetauscher hätte ich eigentlich erwartet, den zusammen mit der Heizung an der ohnehin vorhandenen Tiefensonde zu betreiben – das ist aber scheinbar sehr „speziell“, unser Heizungsbauer (von dem wir sehr viel halten) hat uns davon abgeraten. Man könnte selber eine recht primitive PE-Leitung um’s Haus verlegen und das ohne viel Aufwand und Kosten selber installieren, aber mir war das am Ende dann doch zu komplex und zu teuer (hätte alles in allem auch noch mal über 1000,- EUR gekostet, zzgl. viel Eigenleistung). Wir haben uns daher für einen „kleinen“ Luft-Erdwärmetauscher entschieden: die Zuluftleitung ist im Garten, somit durchströmt die angesaugte Luft auf rund 20 Metern Länge die Erde (aufgrund der Randbebauung können wir nicht einfach einmal komplett um’s Haus).

Eine andere Frage die dann auftaucht ist zwangsläufig die nach den richtigen Rohren. Es gibt wohl drei Kategorien: Wellrohre (Schläuche), klassische KG-Rohre (PVC oder PP) oder spezielle Lüftungsrohre (z.B. die blauen Rohre REHAU AWADUKT).
Die Wellrohre sind sehr schnell ausgeschieden: die lassen sich naturbedingt nicht „gerade“ (mit einem sauberen Gefälle) verlegen. Spätestens wenn sich das Erdreich setzt, entstehen Senken, in denen dann Schmutz und Feuchtigkeit stehen bleiben.
Somit bleiben die Rohre übrig: Orange (KG-Rohr aus PVC), Grün (KG2000 aus Polypropylen) und Blau (ebenfalls PP-Rohr, aber antimikrobiell beschichtet etc.). Bei der Entscheidungsfindung kann man sich leicht verrückt machen (lassen), die Preise dieser drei Rohrsorten gehen gewaltig auseinander: rund 10 €/m für PVC, 20 €/m für KG2000 und fast 50 €/m für das Awadukt-Rohr.
Wir haben uns nach langen Überlegungen und Abwägungen für den Mittelweg entschieden, KG2000-Rohr aus PP. Das Material ist fast das selbe wie beim teuren Lüftungsrohr, der Preis aber erheblich günstiger. Ob die Beschichtung ihren Zweck nach 20 Jahren auch noch erfüllen würde ist ohnehin fraglich, und diesen Aufpreis ist die meiner Meinung nach nicht Wert.
Nicht zuletzt gibt es PP-Rohre bei jedem Baufachmarkt „um die Ecke“, inklusive aller Formstücke – man muss das also nicht erst aufwendig bestellen.

Das Gefälle

Das Prinzip ist also extrem simpel, aber ein Detail ist wichtig: die Leitung muss ein durchgehendes Gefälle zum Haus hin haben, damit Kondensfeuchtigkeit (die garantiert entsteht) auf Dauer in Richtung Haus über einen dort installierten Trockensiphon abfließen kann.

Da die Zuluftleitung bei uns schon am Anfang mit einem falschen Gefälle ins Haus gelegt wurde war ich da etwas skeptisch. Beim Eingraben der Rohre war ich nicht dabei um das zu prüfen, und auch unser bauleitender Architekt hat das (neben vielen anderen Sachen) wohl „verschlafen“. Somit führten wir einen sehr einfachen Test durch: in die Zuluft-Leitung im Garten schütteten wir eine definierte Menge Wasser und prüften mit einem Meßbecher im Keller, wie viel Wasser dort ankommt. Ergebnis: auf die knapp 20 Meter Strecke sind über sieben Liter Wasser in der Leitung geblieben!

Der Rohbauer

Der Rohbauer hat den Fehler nicht gleich einsehen wollen und das kurze Zeit später mit einem Kanal-TV-Unternehmen überprüft. Die Diagnose stand schnell fest: zwei Senken, falsches Gefälle. Auch der Rohr-Inspekteur unterstrich dabei noch mal die Wichtigkeit des Gefälles bei der Zuluftleitung. Also rückte der Rohbauer zwei Tage vor unserem Sommerurlaub (2017) an um das zu beheben.

Neuverlegung L-EWT erneut ein Graben vor der Haustür

Blöderweise hat der Rohbauer beim Freilegen der alten Leitung nicht nur eine der auch von ihm verlegten Entwässerungsleitungen zerrissen, sondern auch unsere Soleleitung erwischt. Extrem ärgerlich, aber mein Mitleid hielt sich in Grenzen: der Rohbauer hatte beim Einsanden der Leitungen schließlich auf das Verlegen von Warnbändern verzichtet…

beschädigte Soleleitung

Glück im Unglück: der Brunnenbauer war gerade auch im Baugebiet unterwegs, konnte den Schaden begutachten und gleich am Folgetag reparieren. Die Rechnung (> 500 €) für die Reparatur, Spülung und Füllung übernahm der Rohbauer aber ohne Diskussion.

Zum Schluss hat unser Rohbauer dankenswerterweise noch den restlichen Aushub im Garten verteilt und eingeebnet. Das Augenmaß dafür fand ich absolut beeindruckend – danach sah es im Garten gleich völlig anders aus.

Aushub eingeebnet

Ende gut, alles gut. Der Rohbauer hat zum Schluß ordentlich aufgeräumt, der Lüftungs-Inbetriebnahme stand nichts mehr im Weg. Und so urlaubsreif wie an dem Tag waren wir schon lange nicht mehr…

Verteilerschrank (II)

Hier ist nun der versprochene Nachtrag zum Verteilerschrank. Aktuell sieht der so aus:

WICHTIG: NICHT NACHMACHEN! Zumindest nicht ohne die erforderlichen Kenntnisse in der Elektroinstallation zu haben, die fünf Sicherheitsregeln zu beachten, etc.! Letztendlich muss ein zugelassener Elektriker die Anlage beim jeweiligen Versorger anmelden!

In den oberen zwei Reihen sind die Hager-Module UD21A1 bzw. UD22A1 (für Reihenklemmen) verbaut. Der Unterschied zu den „normalen“ Tragschienenmodulen ist, dass die Hutschienen auf Kunststoff-Isolatoren sitzen und somit von den Tragschienen (UN07A) getrennt sind. Außerdem sitzt die obere Schiene etwas weiter vorne als die untere Schiene, was das Rangieren mit Leitungen dahinter etwas vereinfacht. Die Hutschienen sind gemeinsam über „dicke“ Erdungsklemmen geerdet (Phoenix 3003923, mit 10mm²-Litze möglichst direkt zur Hauptanschlussklemme). Die NYM-Leitungen sind alle über Phoenix 3213946 (PTI 2,5-PE/L/NT) und 3213953 (PTI 2,5-L/L) aufgelegt. Brücken sind mit Phoenix 3030161 (FBS 2-5 etc.) gesteckt. Wenn etwa eine 3fach-Steckdose einer 5×1,5 NYM-Leitung vorerst nicht an separaten Aktorkanälen aufliegt, genügt eine einzige 1,5mm²-Leitung dorthin, L1/L2/L3 werden dann über Steckbrücken und eine Litzen-Brücke aufgelegt.

Die N-Leiter sind über N-Sammelschienen (Phoenix 402174) jeweils ins Gruppen zusammengefasst. Bei der Planung ist dann natürlich zu beachten, dass alle „Teilnehmer“ einer solchen Gruppe am selben RCD hängen. Die N-Sammelschienen müssen in regelmäßigen Abständen auf Aufliegeböcken (Phoenix 3213974 AB/PTI-3) aufliegen. Über eine Phoenix 3038286 STN 16 sind diese mit 6- oder 10mm² Litze mit dem jeweiligen RCD verbunden. Bei den „dicken“ Klemmen (PE, N) habe ich jeweils klassische Klemmverbindungen bevorzugt (die Litze stecke natürlich in passenden Aderendhülsen). Es gibt häufig aber auch Push-Klemmen (PTI) für größere Querschnitte, ebenso kann unter Umständen auf die Aderendhülse verzichtet werden. Da bin ich aber kein Spezialist… (a propos: eigentlich gehört noch ein Erdungs-Symbol-Aufkleber auf die geerdeten Hutschienen…). Jeder Block ist mindestens am Anfang und am Ende mit einem Phoenix Clipfix (3022276) fixiert, größere Blöcke auch mal zwischendrin. Auf die ganzen Abschlussdeckel kann ich gar nicht im Detail eingehen – die muss man natürlich auch einplanen (z.B. 3213975 D-PTI/3 hinter den Auflageböcken).

Warum ist das so wichtig, dass die Hutschienen der Reihenklemmen nicht mit dem Schrank verbunden sind? Stell‘ Dir vor, Du schraubst (entgegen aller Vorschriften) an einem nicht stromfrei geschalteten Verteilerschrank herum und kommst dummerweise mit einem Leiter in Berührung, der vor einem RCD angeschlossen ist. Berührt man dann gleichzeitig irgendwo den Verteilerschrank, dann wird der Fehlerstrom nicht erkannt. Im dümmsten Fall ist die einzige Sicherung dann nur noch der 63A-LS beim Hauseingang – und bis der durchgebrannt ist, ist man das selber auch. 🙁

Deshalb wird sogar separat geprüft, dass der Verteilerschrank selbst (u.a. die Tragschienen oder die Hutschienen der Reiheneinbaugeräte) nicht geerdet ist. Bei eigenen Umbauten sollte man das auch immer wieder mal prüfen – ich hatte versehentlich mal Cat6-Netzwerkbuchsen auf eine „normale“ REG-Schiene geklemmt und somit den ganzen Schrank über das Netzwerkkabel geerdet.

Die Reiheneinbaugeräte sitzen auf den Hager-Modulen UD21B1/UD22B1/UD31B1/UD32B1 (je nach Größe). Die Modul-Sets haben den Vorteil, dass passende Abdeckungen („Berührungsschutz“) auch gleich dabei sind und man das nicht alles selber zusammenstellen muss.

Die Verdrahtung zwischen Reihenklemmen und REG-Geräten habe ich bewusst „fliegend“ mit 1,5mm² und 2,5mm² Schaltdraht gemacht. Ich hatte zwar auch Verdrahtungskanäle mitbestellt (OBO LK4 30025 und 40040 – Alternativen und passende Halterungen gibt es auch irgendwo bei Hager) – ich finde es aber übersichtlicher, wenn die Verbindungen relativ „frei“ liegen. Gerade in der Startphase, wo sich einige Zuordnungen noch ändern, ist das angenehmer als Leitungen durch die Verdrahtungskanäle zu ziehen. Definiv kann man aber darüber streiten – die Kanäle sind auf jeden Fall ordentlicher. Manchmal wird angeführt, dass aber durch die Nähe der Leitungen darin eher mal „Nebenwirkungen“ durch Dimmer o.ä. auftreten könnten.

Die RCD (umgangssprachlich „FI“) und LS (Leitungsschutzschalter, „Sicherungen“) habe ich alle von ABB, gekauft beim Baumarkt meines Vertrauens. 🙂 Die Modelle von ABB haben den Vorteil, dass man pro Eingang bzw. Ausgang zwei Leitungen anschließen darf (z.B. auch eine Schiene und eine Leitung), da die Klemm-Mechanismen das ausdrücklich ermöglichen. Bei den Geräten von Hager wiederum darf man das zwar nicht, dafür haben diese ein sehr elegantes Beschriftungsfeld, was ungemein praktisch ist wenn man die Abdeckungen vom Verteilerschrank abgenommen hat… (deshalb sind einige Geräte bei mir zusätzlich direkt beschriftet).

Der linke Bereich im Verteilerschrank ist für Kleinstromanwendungen (ELV – Extra Low Voltage) vorgesehen. 230V-Leitungen dürfen diesen Bereich nicht ohne weiteres queren.
Die KNX- und 1Wire-Leitungen sind auf Phoenix 3214663 PTTBS 1,5/S-KNX aufgelegt (passender Deckel: 3214664 (Weiß) und 3214699 (Grau)). Die selben Klemmen, bloß in Grau (Phoenix 3214657) kommen für die Rauchwarnmelder und einige Binäreingänge zum Einsatz. Mit den farbigen Deckeln lassen sich die Bereiche gut voneinander trennen, passende Steckbrücken verbinden KNX-Bus bzw. die RWM-Halbringe untereinander.

Gold wert war/ist die selbsteinstellende Crimpzange Knipex 97 53 09, mit der man auch problemlos 10mm² und 16mm² pressen kann. Die Aderendhülsen sind alle von Klauke. Etwas „tricky“ ist der Umgang mit Doppeladerendhülsen – die passen nämlich nicht in alle Reihenklemmen und auch manchmal nicht in REG-Geräte. Manchmal kann es helfen, zwei 1,5mm²-Leitungen zusammen in eine einzelne (normale) 2,5mm²-Aderendhülse zu pressen – ist nicht ganz vorschriftsgemäß, passt aber meistens. 😀

Die Verteilung der Stromzuführung (Hauptanschlussklemme im Schrank) zu den einzelnen RCDs habe ich für L1/L2/L3 auch farbig ausgeführt (Braun/Schwarz/Grau), um einen besseren Überblick über die Phasenverteilung zu haben. Der Elektriker hatte im Zählerschrank wiederum alles mit schwarzer Litze verdrahtet – da mir dafür kein Stromlaufplan vorliegt, finde ich das persönlich etwas unübersichtlicher.

A propos Zählerschrank: dieser ist bei uns separat (ca. 5 Meter entfernt vom Verteilerschrank) installiert. Ein Hauptschalter darin erlaubt es mir, den kompletten Verteilerschrank stromlos zu schalten. Ebenso ist der obligatorische Überspannungsschutz dort installiert.

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich keine Kommentare/Anfragen zu konkreten Verdrahtungen beantworten werde. 80% der Tätigkeiten sind zwar reine „Fleißarbeit“ (Auflegen der Reihenklemmen, Verdrahtung der Geräte usw.), die restlichen 20% sind aber nicht zu unterschätzen (Verwendung der richtigen Querschnitte, Verteilung der Last auf die verschiedenen Phasen, u.v.m.). Wer also selber Hand anlegen möchte, muss das in Absprache mit seinem Elektriker tun.

Eine gute Einführung in die Verteilerplanung liefert die KNX-Bibel (äußerst empfehlenswert).