Garagentor

Mitte Januar war unser lang ersehntes Garagentor endlich da. Aufgrund von Lieferproblemen beim Hersteller hatten wir fast sechs Wochen warten müssen, aber auf die kam es nun auch nicht mehr an. 😉

Um Transportkosten zu sparen haben wir das Tor mit einem Anhänger beim Baustoffhändler abgeholt. Das Bild täuscht etwas – das Tor ist 3m lang, der Hänger 2,50m, es stand also nicht wirklich weit über.

Abholung des Tores Bereit zum Einbau

Dann hieß es: Überblick verschaffen uns loslegen. Die Tore gibt es in bestimmten Standardbreiten (2,35m/2,5m/2,75/3,0m). Unsere Garagenlaibung ist natürlich nicht 3,00m sondern 2,96m breit (ich hatte vergessen den Putz einzukalkulieren). Es gab daher drei Möglichkeiten:

  1. Standardtor in nächst kleinerer Breite (2,75m) nehmen. Ist halt blöd, weil das wertvollen Platz bei der Einfahrt kostet und zudem die Zarge links und rechts um über 10 cm in die Laibung hineinragt. Das kann man zwar verkleiden (Zargenverkleidung im Tor-Dekor), aber ist halt nicht perfekt.
  2. Tor nach Sondermaß bestellen. Ich habe mir ein Angebot eingeholt, und sodann stand auch gleich fest, dass das nicht in Frage kommt. :-O
  3. Tor in Standardmaß bestellen (3,00m) und entsprechend kürzen – in meinem Fall also um gut 4 cm.

Vom Hersteller gibt es sogar speziell ein „Set zum Kürzen von Sectionaltoren“ als Zubehör für knapp 30 €. Also war das wohl die günstigste und beste Lösung.

Der erste Arbeitsschritt bestand somit darin, die Zarge gemäß der beiliegenden Anleitung zu kürzen und möglichst sorgfältig sauber einzubauen. Vorab schonmal: die Maße bei den Toren sind in Millimetern angegeben, und das hat auch seinen Grund! Auf die gesamte Breite (hier: 3000mm) hat man nur rund 5mm „Spiel“ (die Rollen des Tors müssen sich flüssig in den Laufschienen bewegen).

Immer schön den Überblick behalten...

Am Freitag Abend habe ich knapp zwei Stunden lang die Teile ausgepackt, sortiert, die Zarge gekürzt und eingebaut. Außen war es -3° kalt, viel länger hätte ich eh nicht durchgehalten.

Am Samstag ging es dann nach dem Frühstück weiter: die letzten Schrauben der Zarge festgezogen, dann die Führungsschienen eingebaut und alles immer wieder mit Wasserwaage und Laserdisto geprüft.

Gegen Mittag waren die Torblätter dran. Die mussten exakt um die selbe Breite wie die Zarge gekürzt werden. Das ging eigentlich total einfach: Stahlblech abschrauben, Zielbreite einzeichnen, ein kurzer Schnitt mit der Kreissäge, Stahlblech wieder drauf, ein paar Löcher bohren, festschrauben. Pro Element dauerte das nur je 15-20 Minuten. Die Elemente habe ich dann der Reihe nach in die Zarge eingesetzt und die Rollen festgeschraubt.

Kürzen des Torblatts

Bis hierhin habe ich den gesamten Einbau komplett alleine gemacht. Für den Einbau der Federn musste das Tor aber angehoben werden, das ging dann nur zu zweit. Sobald die Federn mit Seilzug drin waren, ging’s wieder alleine weiter: an einigen Stellen musste ich noch nachjustieren, damit das Tor flüssig und mit möglichst wenig Kraftaufwand in den Führungsschienen glitt.

Am Sonntag habe ich dann schließlich den elektrischen Torantrieb eingebaut. Auch das ist alles vergleichweise einfach – viele viele Löcher und Schrauben, und immer schön der Anleitung folgen. Irgendwann saß dann der Antrieb auf der Schiene, und der spannende Moment kam: bei der ersten Fahrt misst der Antrieb den Widerstand beim Öffnen/Schließen und gibt das am Display aus (0=leicht bis 10=schwer). Wenn der Widerstand mehr als 2 beträgt, muss man nachjustieren. Ich bekam eine „2“, also war auf Anhieb alles ok. 🙂

Fertig. Fertig. Und zu.

Somit ist das Projekt „Garage“ nun zu einem Großteil abgeschlossen. Wurde aber auch Zeit. 🙂

Jetzt nur noch aufräumen...

Es ist übrigens ein „Hörmann Sectionaltor L-Sicke“ in Anthrazitgrau-Metallic (CH 703). Die Anleitung fand ich klar und deutlich, und alle Teile machen einen wertigen und durchdachten Eindruck. Lediglich scheint mir die Oberfläche recht empfindlich zu sein – das Tor ist „nur“ lackiert und nicht etwa pulverbeschichtet (was es sonst aber noch mal deutlich teurer gemacht hätte).

Und was auch etwas sauer aufstößt: ich hatte mich extra für den knapp 70 € teureren Antrieb „SupraMatic E“ entschieden, weil der bereits eine Bluetooth-Steuerung integriert hat. Erst nach dem Kauf habe ich herausgefunden, dass nur ein Mobiltelefon mit dem Antrieb gekoppelt werden kann. Für jedes weitere Handy benötigt man einen weiteren „Bluetooth-Schlüssel“, der dann als In-App-Kauf jeweils stolze 8,99 € kostet. Ob sich das für Hörmann wirklich lohnt weiß ich nicht, schließlich hagelt es im AppStore entsprechend Kritik.

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