Lüftungsanlage (I)

Da ein Passivhaus naturgemäß sehr „dicht“ ist, damit keine Energie unkontrolliert entweichen kann, ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung – kurz „KWL“ – obligatorisch.

Erdwärmetauscher

Es bietet sich ja an, die angesaugte Luft im Winter durch das Erdreich anzuwärmen und im Sommer abzukühlen. Dafür gibt es zwei Ansätze: einen Sole-Wärmetauscher oder einen rein passiven Luft-Erdwärmetauscher (L-EWT) durch Verlegen der Zuluftleitung im Erdreich. Beim Solewärmetauscher hätte ich eigentlich erwartet, den zusammen mit der Heizung an der ohnehin vorhandenen Tiefensonde zu betreiben – das ist aber scheinbar sehr „speziell“, unser Heizungsbauer (von dem wir sehr viel halten) hat uns davon abgeraten. Man könnte selber eine recht primitive PE-Leitung um’s Haus verlegen und das ohne viel Aufwand und Kosten selber installieren, aber mir war das am Ende dann doch zu komplex und zu teuer (hätte alles in allem auch noch mal über 1000,- EUR gekostet, zzgl. viel Eigenleistung). Wir haben uns daher für einen „kleinen“ Luft-Erdwärmetauscher entschieden: die Zuluftleitung ist im Garten, somit durchströmt die angesaugte Luft auf rund 20 Metern Länge die Erde (aufgrund der Randbebauung können wir nicht einfach einmal komplett um’s Haus).

Eine andere Frage die dann auftaucht ist zwangsläufig die nach den richtigen Rohren. Es gibt wohl drei Kategorien: Wellrohre (Schläuche), klassische KG-Rohre (PVC oder PP) oder spezielle Lüftungsrohre (z.B. die blauen Rohre REHAU AWADUKT).
Die Wellrohre sind sehr schnell ausgeschieden: die lassen sich naturbedingt nicht „gerade“ (mit einem sauberen Gefälle) verlegen. Spätestens wenn sich das Erdreich setzt, entstehen Senken, in denen dann Schmutz und Feuchtigkeit stehen bleiben.
Somit bleiben die Rohre übrig: Orange (KG-Rohr aus PVC), Grün (KG2000 aus Polypropylen) und Blau (ebenfalls PP-Rohr, aber antimikrobiell beschichtet etc.). Bei der Entscheidungsfindung kann man sich leicht verrückt machen (lassen), die Preise dieser drei Rohrsorten gehen gewaltig auseinander: rund 10 €/m für PVC, 20 €/m für KG2000 und fast 50 €/m für das Awadukt-Rohr.
Wir haben uns nach langen Überlegungen und Abwägungen für den Mittelweg entschieden, KG2000-Rohr aus PP. Das Material ist fast das selbe wie beim teuren Lüftungsrohr, der Preis aber erheblich günstiger. Ob die Beschichtung ihren Zweck nach 20 Jahren auch noch erfüllen würde ist ohnehin fraglich, und diesen Aufpreis ist die meiner Meinung nach nicht Wert.
Nicht zuletzt gibt es PP-Rohre bei jedem Baufachmarkt „um die Ecke“, inklusive aller Formstücke – man muss das also nicht erst aufwendig bestellen.

Das Gefälle

Das Prinzip ist also extrem simpel, aber ein Detail ist wichtig: die Leitung muss ein durchgehendes Gefälle zum Haus hin haben, damit Kondensfeuchtigkeit (die garantiert entsteht) auf Dauer in Richtung Haus über einen dort installierten Trockensiphon abfließen kann.

Da die Zuluftleitung bei uns schon am Anfang mit einem falschen Gefälle ins Haus gelegt wurde war ich da etwas skeptisch. Beim Eingraben der Rohre war ich nicht dabei um das zu prüfen, und auch unser bauleitender Architekt hat das (neben vielen anderen Sachen) wohl „verschlafen“. Somit führten wir einen sehr einfachen Test durch: in die Zuluft-Leitung im Garten schütteten wir eine definierte Menge Wasser und prüften mit einem Meßbecher im Keller, wie viel Wasser dort ankommt. Ergebnis: auf die knapp 20 Meter Strecke sind über sieben Liter Wasser in der Leitung geblieben!

Der Rohbauer

Der Rohbauer hat den Fehler nicht gleich einsehen wollen und das kurze Zeit später mit einem Kanal-TV-Unternehmen überprüft. Die Diagnose stand schnell fest: zwei Senken, falsches Gefälle. Auch der Rohr-Inspekteur unterstrich dabei noch mal die Wichtigkeit des Gefälles bei der Zuluftleitung. Also rückte der Rohbauer zwei Tage vor unserem Sommerurlaub (2017) an um das zu beheben.

Neuverlegung L-EWT erneut ein Graben vor der Haustür

Blöderweise hat der Rohbauer beim Freilegen der alten Leitung nicht nur eine der auch von ihm verlegten Entwässerungsleitungen zerrissen, sondern auch unsere Soleleitung erwischt. Extrem ärgerlich, aber mein Mitleid hielt sich in Grenzen: der Rohbauer hatte beim Einsanden der Leitungen schließlich auf das Verlegen von Warnbändern verzichtet…

beschädigte Soleleitung

Glück im Unglück: der Brunnenbauer war gerade auch im Baugebiet unterwegs, konnte den Schaden begutachten und gleich am Folgetag reparieren. Die Rechnung (> 500 €) für die Reparatur, Spülung und Füllung übernahm der Rohbauer aber ohne Diskussion.

Zum Schluss hat unser Rohbauer dankenswerterweise noch den restlichen Aushub im Garten verteilt und eingeebnet. Das Augenmaß dafür fand ich absolut beeindruckend – danach sah es im Garten gleich völlig anders aus.

Aushub eingeebnet

Ende gut, alles gut. Der Rohbauer hat zum Schluß ordentlich aufgeräumt, der Lüftungs-Inbetriebnahme stand nichts mehr im Weg. Und so urlaubsreif wie an dem Tag waren wir schon lange nicht mehr…

Verteilerschrank (II)

Hier ist nun der versprochene Nachtrag zum Verteilerschrank. Aktuell sieht der so aus:

WICHTIG: NICHT NACHMACHEN! Zumindest nicht ohne die erforderlichen Kenntnisse in der Elektroinstallation zu haben, die fünf Sicherheitsregeln zu beachten, etc.! Letztendlich muss ein zugelassener Elektriker die Anlage beim jeweiligen Versorger anmelden!

In den oberen zwei Reihen sind die Hager-Module UD21A1 bzw. UD22A1 (für Reihenklemmen) verbaut. Der Unterschied zu den „normalen“ Tragschienenmodulen ist, dass die Hutschienen auf Kunststoff-Isolatoren sitzen und somit von den Tragschienen (UN07A) getrennt sind. Außerdem sitzt die obere Schiene etwas weiter vorne als die untere Schiene, was das Rangieren mit Leitungen dahinter etwas vereinfacht. Die Hutschienen sind gemeinsam über „dicke“ Erdungsklemmen geerdet (Phoenix 3003923, mit 10mm²-Litze möglichst direkt zur Hauptanschlussklemme). Die NYM-Leitungen sind alle über Phoenix 3213946 (PTI 2,5-PE/L/NT) und 3213953 (PTI 2,5-L/L) aufgelegt. Brücken sind mit Phoenix 3030161 (FBS 2-5 etc.) gesteckt. Wenn etwa eine 3fach-Steckdose einer 5×1,5 NYM-Leitung vorerst nicht an separaten Aktorkanälen aufliegt, genügt eine einzige 1,5mm²-Leitung dorthin, L1/L2/L3 werden dann über Steckbrücken und eine Litzen-Brücke aufgelegt.

Die N-Leiter sind über N-Sammelschienen (Phoenix 402174) jeweils ins Gruppen zusammengefasst. Bei der Planung ist dann natürlich zu beachten, dass alle „Teilnehmer“ einer solchen Gruppe am selben RCD hängen. Die N-Sammelschienen müssen in regelmäßigen Abständen auf Aufliegeböcken (Phoenix 3213974 AB/PTI-3) aufliegen. Über eine Phoenix 3038286 STN 16 sind diese mit 6- oder 10mm² Litze mit dem jeweiligen RCD verbunden. Bei den „dicken“ Klemmen (PE, N) habe ich jeweils klassische Klemmverbindungen bevorzugt (die Litze stecke natürlich in passenden Aderendhülsen). Es gibt häufig aber auch Push-Klemmen (PTI) für größere Querschnitte, ebenso kann unter Umständen auf die Aderendhülse verzichtet werden. Da bin ich aber kein Spezialist… (a propos: eigentlich gehört noch ein Erdungs-Symbol-Aufkleber auf die geerdeten Hutschienen…). Jeder Block ist mindestens am Anfang und am Ende mit einem Phoenix Clipfix (3022276) fixiert, größere Blöcke auch mal zwischendrin. Auf die ganzen Abschlussdeckel kann ich gar nicht im Detail eingehen – die muss man natürlich auch einplanen (z.B. 3213975 D-PTI/3 hinter den Auflageböcken).

Warum ist das so wichtig, dass die Hutschienen der Reihenklemmen nicht mit dem Schrank verbunden sind? Stell‘ Dir vor, Du schraubst (entgegen aller Vorschriften) an einem nicht stromfrei geschalteten Verteilerschrank herum und kommst dummerweise mit einem Leiter in Berührung, der vor einem RCD angeschlossen ist. Berührt man dann gleichzeitig irgendwo den Verteilerschrank, dann wird der Fehlerstrom nicht erkannt. Im dümmsten Fall ist die einzige Sicherung dann nur noch der 63A-LS beim Hauseingang – und bis der durchgebrannt ist, ist man das selber auch. 🙁

Deshalb wird sogar separat geprüft, dass der Verteilerschrank selbst (u.a. die Tragschienen oder die Hutschienen der Reiheneinbaugeräte) nicht geerdet ist. Bei eigenen Umbauten sollte man das auch immer wieder mal prüfen – ich hatte versehentlich mal Cat6-Netzwerkbuchsen auf eine „normale“ REG-Schiene geklemmt und somit den ganzen Schrank über das Netzwerkkabel geerdet.

Die Reiheneinbaugeräte sitzen auf den Hager-Modulen UD21B1/UD22B1/UD31B1/UD32B1 (je nach Größe). Die Modul-Sets haben den Vorteil, dass passende Abdeckungen („Berührungsschutz“) auch gleich dabei sind und man das nicht alles selber zusammenstellen muss.

Die Verdrahtung zwischen Reihenklemmen und REG-Geräten habe ich bewusst „fliegend“ mit 1,5mm² und 2,5mm² Schaltdraht gemacht. Ich hatte zwar auch Verdrahtungskanäle mitbestellt (OBO LK4 30025 und 40040 – Alternativen und passende Halterungen gibt es auch irgendwo bei Hager) – ich finde es aber übersichtlicher, wenn die Verbindungen relativ „frei“ liegen. Gerade in der Startphase, wo sich einige Zuordnungen noch ändern, ist das angenehmer als Leitungen durch die Verdrahtungskanäle zu ziehen. Definiv kann man aber darüber streiten – die Kanäle sind auf jeden Fall ordentlicher. Manchmal wird angeführt, dass aber durch die Nähe der Leitungen darin eher mal „Nebenwirkungen“ durch Dimmer o.ä. auftreten könnten.

Die RCD (umgangssprachlich „FI“) und LS (Leitungsschutzschalter, „Sicherungen“) habe ich alle von ABB, gekauft beim Baumarkt meines Vertrauens. 🙂 Die Modelle von ABB haben den Vorteil, dass man pro Eingang bzw. Ausgang zwei Leitungen anschließen darf (z.B. auch eine Schiene und eine Leitung), da die Klemm-Mechanismen das ausdrücklich ermöglichen. Bei den Geräten von Hager wiederum darf man das zwar nicht, dafür haben diese ein sehr elegantes Beschriftungsfeld, was ungemein praktisch ist wenn man die Abdeckungen vom Verteilerschrank abgenommen hat… (deshalb sind einige Geräte bei mir zusätzlich direkt beschriftet).

Der linke Bereich im Verteilerschrank ist für Kleinstromanwendungen (ELV – Extra Low Voltage) vorgesehen. 230V-Leitungen dürfen diesen Bereich nicht ohne weiteres queren.
Die KNX- und 1Wire-Leitungen sind auf Phoenix 3214663 PTTBS 1,5/S-KNX aufgelegt (passender Deckel: 3214664 (Weiß) und 3214699 (Grau)). Die selben Klemmen, bloß in Grau (Phoenix 3214657) kommen für die Rauchwarnmelder und einige Binäreingänge zum Einsatz. Mit den farbigen Deckeln lassen sich die Bereiche gut voneinander trennen, passende Steckbrücken verbinden KNX-Bus bzw. die RWM-Halbringe untereinander.

Gold wert war/ist die selbsteinstellende Crimpzange Knipex 97 53 09, mit der man auch problemlos 10mm² und 16mm² pressen kann. Die Aderendhülsen sind alle von Klauke. Etwas „tricky“ ist der Umgang mit Doppeladerendhülsen – die passen nämlich nicht in alle Reihenklemmen und auch manchmal nicht in REG-Geräte. Manchmal kann es helfen, zwei 1,5mm²-Leitungen zusammen in eine einzelne (normale) 2,5mm²-Aderendhülse zu pressen – ist nicht ganz vorschriftsgemäß, passt aber meistens. 😀

Die Verteilung der Stromzuführung (Hauptanschlussklemme im Schrank) zu den einzelnen RCDs habe ich für L1/L2/L3 auch farbig ausgeführt (Braun/Schwarz/Grau), um einen besseren Überblick über die Phasenverteilung zu haben. Der Elektriker hatte im Zählerschrank wiederum alles mit schwarzer Litze verdrahtet – da mir dafür kein Stromlaufplan vorliegt, finde ich das persönlich etwas unübersichtlicher.

A propos Zählerschrank: dieser ist bei uns separat (ca. 5 Meter entfernt vom Verteilerschrank) installiert. Ein Hauptschalter darin erlaubt es mir, den kompletten Verteilerschrank stromlos zu schalten. Ebenso ist der obligatorische Überspannungsschutz dort installiert.

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich keine Kommentare/Anfragen zu konkreten Verdrahtungen beantworten werde. 80% der Tätigkeiten sind zwar reine „Fleißarbeit“ (Auflegen der Reihenklemmen, Verdrahtung der Geräte usw.), die restlichen 20% sind aber nicht zu unterschätzen (Verwendung der richtigen Querschnitte, Verteilung der Last auf die verschiedenen Phasen, u.v.m.). Wer also selber Hand anlegen möchte, muss das in Absprache mit seinem Elektriker tun.

Eine gute Einführung in die Verteilerplanung liefert die KNX-Bibel (äußerst empfehlenswert).

Rauchwarnmelder

Rauchmelder sind inzwischen natürlich obligatorisch. Und in einem „Smart Home“ ist es genauso selbstverständlich, dass diese untereinander vernetzt sind: so wird man auch im Schlafzimmer geweckt, wenn im Technikraum im Keller Rauch entsteht.

Zur Vernetzung gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten: per Draht oder per Funk. Bei Vernetzung per Funk benötigt jeder Rauchwarnmelder (RWM) noch ein Funkmodul. Letzteres ist meistens mit einer eigenen 10-Jahres-Batterie ausgestattet, muss also irgendwann auch entsorgt/ersetzt werden. Bei einer Drahtvernetzung kann man sich überlegen, ob man die RWM einfach mit einer 2-adrigen Leitung miteinander verbindet (dann können alle Melder einer Linie gleichzeitig Alarm geben), oder ob man jedes Gerät z.B. mit an den KNX-Bus anbindet (damit wüsste man dann im Alarmfall, welches Gerät ausgelöst hat, und kann z.B. auch den Batteriestand jedes einzelnen Gerätes abrufen). Da jedes KNX-Modul aber auch noch mal mit rund 70,- € zu Buche schlägt, haben wir eine günstige „Hybrid“-Lösung gewählt.

Beim Verlegen der Leerrohre wurde in jedem Stockwerk eine Ring-Topologie vorbereitet, deren beiden Enden jeweils zum Technikraum führen. Im Technikraum kommen somit 6 Leitungen an (pro Stockwerk einmal abgehend, einmal ankommend). In jedem Zimmer sowie im Flur und Treppenhaus wurden die Positionen der Rauchmelder vorab eingeplant, die Leerrohre (kommend/gehend) kommen da jeweils paarweise aus der Decke.

Bei den Rauchmeldern haben wir uns für Dual-Rauchmelder (Erkennung von Rauch und starken Termperaturanstiegen) mit Kabelvernetzung entschieden. Zudem sollten diese eine 10-Jahres-Batterie haben – danach sollten die Sensoren ohnehin als verschmutzt betrachtet und die Geräte ausgetauscht werden. Am Ende sind wir bei „GIRA Dual Q“ gelandet (für die gibt es auch ein KNX-Modul), es gibt aber auch einige Alternativen (z.B. von Ei Electronic).

Die Installation ist denkbar einfach: Kabeldurchlass herausbrechen, Halterung an die Decke schrauben, Brandmeldekabel an eine Klemme anschließen, Rauchmelder befestigen.

Auf diesem Bild ist nur ein Kabel zu sehen: die Ringe pro Stockwerk sind „offen“, d.h. die Leitung vom letzten Rauchmelder zurück in den Keller ist nicht verlegt (nur Leerrohr vorbereitet) bzw. nicht angeschlossen. Aus EMV-Gründen wird das so empfohlen (wenn ein Blitz in der Nähe einschlägt, würde man sich so sonst eine riesige Induktionsschleife bauen).

Im Technikraum sind alle Brandmeldekabel an Reihenklemmen aufgelegt und somit alle drei Ringe miteinander verbunden. Ein einziger Rauchmelder (in dem Fall im Technikraum) ist mittels KNX-Modul zusätzlich an den KNX-Bus angebunden. Das eröffnet folgende Möglichkeiten:

  • einige Statusmeldungen (Batteriestand, Umebungstemperatur etc.) des direkt angeschlossenen Rauchmelders können ausgelesen werden (was ehrlich gesagt eher irrelevant ist)
  • wird Alarm ausgelöst, dann wird dieser an den KNX-Bus gemeldet. Man kann somit z.B. automatisch alle Jalousien hoch fahren (um eine Rettung zu vereinfachen), Licht einschalten, usw. Bislang habe ich davon noch nichts umgesetzt, ist aber eingeplant… 😀
    Die Alarmierung unterscheidet übrigens zwischen „lokal“ (von dem RWM mit dem KNX-Modul erkannt) oder „remote“ (über den 2-Draht-Bus gemeldet).
  • man kann vom KNX-Bus aus auch einen Alarm auf dem 2-Draht-Bus auslösen: entweder um die akustische Funktion aller Geräte zu testen (inkl. ob alle Geräte noch korrekt am 2-Draht-Bus angeschlossen sind), oder z.B. die Kinder aufwecken. 😉
    Man sollte es damit aber nicht übertreiben, da jede Alarmsignalisierung auf Kosten der Batterielebensdauer geht.

Beim Schleifen einer Wand im Treppenhaus habe ich unfreiwillig einen Rauchalarm ausgelöst und somit die korrekte Funktionsweise testen können 🙂 Der Alarm muss dann am auslösenden Gerät bestätigt werden, es reicht nicht das an irgendeinem anderen RWM zu bestätigen.

Wir haben etwa 15 Rauchmelder installiert, die Kosten pro Gerät lagen bei rund 35,- EUR sowie einmal rund 70,- EUR für das KNX-Modul.

Naturstein-Mauer

Zum Garten hin haben wir einen Kellerraum (großes Arbeitszimmer) mit zwei Fenstern. Um möglichst viel Licht in den Raum zu lassen, sollte dort ein sogenannter „Lichthof“ angelegt werden.

Während der Bauphase war das aber eher ein Sumpf, da von allen Seiten das Wasser zu diesem tiefsten Punkt gelaufen ist. Immerhin wissen wir nun, dass die sündhaft teuren wasserdichten Fenster auch wirklich wasserdicht sind. 😀

Lichthof im Rohbau Lichthof Wasserstand

Nach dem Einzug wucherte gleich alles mit Unkraut zu:

Lichthof "naturbelassen"

Wir sind die verschiedenen Möglichkeiten zur Abböschung durchgegangen und haben uns letztendlich für eine Natursteinmauer entschieden. Beton-Pflanzringe wären zwar günstig, sind aber nicht unser Geschmack. Außerdem sollte das Projekt „alleine“ (ohne schwere Maschinen) machbar sein.

Die erste Wahl wären Steine aus der Region gewesen. Bei uns ist das der Sandstein. Allerdings gibt es in unserer Gegend keinen einzigen aktiven Sandsteinbruch mehr. Sandsteine vom Großhändler werden alle aus Polen geliefert.

Somit fiel die Wahl auf Muschelkalk, der auch hier in der Region vorhanden ist. Muschelkalksteine gibt es in verschiedensten Größen und Bearbeitungsqualitäten. Zuerst haben wir uns auch hier beim Baufachhandel umgesehen – da kostete eine Tonne zwischen 200,- und 250,- Euro.

ordentliche Palettenware beim Baufachmarkt

Anschließend haben wir drei Steinbrüche herausgesucht (alle in der Nähe von Würzburg, da ist die Steinbruch-Dichte besonders hoch) und besucht. Zwei davon verkaufen auch direkt an Endkunden. Bei einem Steinbruch haben wir die Steine in allen Größen und Qualitäten direkt vor Ort anschauen können:

Muschelkalksteine direkt aus der Produktion Muschelkalksteine fertig auf Paletten

Am Ende mussten wir uns nur noch zwischen sogenannten „Mauersteinen“ und „Zugsteinen“ entscheiden. Mauersteine sind deutlich genauer herausgearbeitet (gebrochen, nicht gesägt!) als Zugsteine. Die Zugsteine kosten zwar rund 40% weniger als Mauersteine, sind jedoch mit ca. 1m²/t auch weniger ergiebig als Mauersteine (1,9m²/t).

So haben wir also 12 Tonnen Muschelkalk-Mauersteine bestellt. Die Lieferkosten waren ja fix und relativ hoch (verglichen mit den Steinkosten), daher mal lieber ’n paar Tonnen mehr, irgendwo werden wir die Steine schon unterbringen 🙂 Und eines Morgens um kurz vor sieben Uhr hat ein Laster dann beim Abladen der Steine alle Nachbarn auf einen Schlag geweckt 😀

Mein erster Gedanke: „Ach du Sch***e – hoffentlich war das keine Schnapsidee…“.

Der sehr milde Herbst (September/Oktober) erlaubte mir dann gleich loszulegen. Via eBay habe ich noch einen billigen Sackkarren (~30€) besorgt, beim Baumarkt einen Handstampfer für’s Verdichten der Erde. Schotter (Mineralbeton) haben wir uns vorher auch noch liefern lassen (damit wurde der Terrassenunterbau begonnen – mehr dazu in einem anderen Beitrag).

In der örtlichen Stadtbücherei hatte ich mir zudem noch Bücher über den Bau von Trockenmauern ausgeliehen und mich somit in die Thematik eingelesen. Im Buch klingt das auch alles ganz einfach 🙂

Also: etwa 15cm Schotter als Grundlage, danach einen Stein nach dem anderen aufsetzen. Hinter den Steinen habe ich Wurzelvlies ausgelegt und die Steine mit etwas Schotter hinterfüttert.

Der erste Stein ist der schwerste... Ein Stein nach dem anderen...

So ging es Reihe für Reihe weiter. Ich habe jeweils mit einem Zollstock gemessen was für ein Stein ungefähr benötigt wird, und den entsprechend aus dem Haufen herausgesucht.
Ich habe die Mauer alleine gebaut und pro Reihe etwa 1,5-2 Stunden benötigt (inklusive aller Erdarbeiten, Schotter, Stein raussuchen usw…). Als die Mauer halb fertig war, war der Steinhaufen aber noch nicht sichtbar kleiner geworden 😀

Nach zwei Wochenenden war der Lichthof schließlich fertig:

Mein Fazit: der Rücken hat überraschend wenig geschmerzt, da ich die Steine meistens nur gerollt/gekippt habe. Der Sackkarren war Gold wert. Allerdings haben die Arme etwas gelitten, weil das Anheben/Kippen der Steine doch sehr an’s „Material“ geht. Jeder einzelne Stein wiegt meist zwischen 50 und 100 Kilo.

Etwa ein Drittel der Steine waren am Ende übrig, die aber auch schon im Garten verplant sind. Die Kosten für die verbauten Steine (ca. 8 t), Schotter (ca. 1 t) und Werkzeug lagen bei unter 1.500,- €.

Die „Terrassen“ und Fugen bepflanzen wir jetzt im Frühjahr mit Stauden, die kleineren Fugen werden mit Lehm-Sand-Gemisch verfüllt. Der Boden im Lichthof soll mit ca. 30cm Kies befüllt werden (damit Regenwasser leichter versickern kann). Das Gelände oberhalb des Lichtschachts ist inzwischen so modelliert, dass ein Gefälle vom Lichtschacht weg führt.

Inbetriebnahme Glasfaseranschluss

Nachdem Anfang März 2017 der Glasfaseranschluss ins Haus gelegt wurde, erfolgte am Tag der Wärmepumpen-Inbetriebnahme auch die Inbetriebnahme des Glasfaseranschlusses. Ein Techniker des Netzbetreibers kam vorbei und brachte den „ONT“ mit (Optical Network Terminator). Dieses Gerät ist ein Medien- und Protokollkonverter: auf der einen Seite kommt die Glasfaser rein, auf der anderen Seite ein klassisches RJ45-Kabel zum DSL-Port der FritzBox. Das mitgelieferte Glasfaser-Patchkabel war ca. 2m lang – die meisten Leute installieren den ONT in der Nähe des APL. Ich wollte den aber lieber beim Netzwerkschrank haben, also habe ich mir im Spezialhandel eine eigene 10m Glasfaserleitung besorgt (LWL-Singlemode-Patchkabel, LC/APC – SC/APC). Welche Stecker man genau braucht (LC/APC bzw. SC/APC) hängt vom APL und ONT ab, also besser erst bestellen wenn die Geräte da sind. Glasfaser-Patchkabel sind recht empfindlich und können in der Regel nicht umgetauscht werden.

Um das LWL-Patchkabel unbeschadet und gut geschützt einmal quer durch den Keller zu verlegen habe ich mir mit M16-Leerrohren und passenden Bögen eine entsprechende Strecke gebaut und das LWL-Kabel vorsichtig mit der Kabeleinzughilfe eingezogen (ganz ohne ging das nicht, die Reibung war wegen der insgesamt 5 Bögen zu hoch).

Vom APL geht das LWL-Patchkabel im Leerrohr zum ONT...

Mit den 10 Metern bin ich gerade so hingekommen – am Ende waren noch ca. 10cm „übrig“. 🙂

... dort kommt die Glasfaser (gelb) an, und ein normales RJ45-Patchkabel (grau) führt zur Fritzbox

Der Rest ist trivial: das RJ45-Kabel wird beim DSL-Anschluss einer handelsüblichen FritzBox angesteckt – fertig. Die FritzBox sieht keinen Unterschied, ob der DSL-Anschluss nun auf Kupfer oder auf Glasfaser basiert. So ein 100-MBit-Anschluss ist schon was feines. 🙂

Nicht zu unterschätzen ist die Standort-Wahl für die FritzBox. Wenn man diese nicht nur als besseres DSL-Modem, sondern auch als WiFi-Hotspot oder DECT-Basisstation nutzt, dann muss diese zwangsweise relativ zentral im Haus aufgestellt werden (außer natürlich, man will sich auch noch WLAN- und DECT-Repeater ins Haus holen). Bei uns stand die FritzBox anfangs im Technikraum im Netzwerkschrank. Das schnurlose DECT-Telefon funktionierte so aber nur im Keller und im Erdgeschoss. (WLAN läuft bei uns separat über andere Hardware, das habe ich daher in der FritzBox komplett deaktiviert).

Um uns einen DECT-Repeater zu ersparen habe ich die FritzBox kurzerhand ins Erdgeschoss verlegt. Die DSL-Leitung vom ONT wird über ein ganz normales Patchkabel auf eine Netzwerkdose im Erdgeschoss aufgelegt, über den zweiten Anschluss der Doppel-Netzwerkdose geht dann das „Internet“ von der FritzBox zurück in den Keller – und von dort aus auf einen Switch.

Mein Tipp daher: bei der Hausplanung im Erdgeschoss einen Platz für eine FritzBox (o.ä.) vorbereiten – möglichst dezent (z.B. im Abstellraum), mit Doppel-Netzwerkdose und Strom.

Und noch etwas für Nerds: der Glasfaseranschluss ist als „GPON“ (Gigabit Passive Optical Network) realisiert. Dabei teilen sich bis zu 32 Teilnehmer eine Leitung, deren Kapazität maximal 2,5 GBit/s im Downstream und 1,25 GBit/s im Upstream beträgt. Und genau da werden Netzwerktechniker hellhörig: „Man teilt sich eine physische Leitung? Wie sicher ist das denn?“
Diese Frage beschäftigt viele – und es finden sich ganz interessante Untersuchungen dazu, z.B. GPON FTTH networks (in)security. Vorab: es ist nicht so, dass man mit einem einfachen Netzwerk-Sniffer sehen kann, was die Nachbarn so an Daten übermitteln. Die Verbindung zwischen ONT und OLT (Optical Line Terminal – quasi „das andere Ende der Leitung“) wird i.d.R. zumindest mit AES-128 verschlüsselt. Wie die vorgenannten Sicherheitsuntersuchungen zeigen, könnten aber z.B. einzelne ONTs anfällig sein, z.B. durch Backdoors in veralteter Firmware.

Ich würde mal stark vereinfacht sagen, dass GPON nicht viel sicherer oder unsicherer als verschlüsseltes WLAN ist. Mit genügend krimineller Energie kann man da womöglich einsteigen – hochsensible Daten sollten also immer Ende-zu-Ende-verschlüsselt übertragen werden.

Inbetriebnahme Wärmepumpe

Die Wärmepumpe wurde Ende März (2017) in Betrieb genommen. Ich hatte ganz vergessen darüber zu bloggen, vielleicht weil ich das (wortwörtlich) im Schlaf gemacht hatte…

Der Reihe nach: mit unserem Heizungsbauer war vereinbart, am 24.03. die Inbetriebnahme der Wärmepumpe zu machen. Das heißt, dass ich am 23.03. den elektrischen Anschluss dafür vorbereitet habe 🙂 Die notwendigen Anschlüsse sind vom Hersteller ausführlich beschrieben, die hohen Einschaltströme der Pumpe erfordern entsprechend träge Sicherungen und dicke Leitungen. Und man sollte die Drehrichtung der 3-Phasen-Leitungen genau beachten (Pumpenmotoren sind da sehr pingelig :-). Das war alles kein Hexenwerk, aber ich war dann doch erst morgens um 04:00 damit fertig. Wie man auf dem zweiten Bild sehen kann, hat auch der Verteilerschrank zu dem Zeitpunkt schon sichtbar Fortschritt gemacht.

Elektrik macht Fortschritte

Die Inbetriebnahme lief dann zum Glück völlig reibungslos – der Außendienstler vom Hersteller brauchte gute 2-3 Stunden, bis alles fertig war und ich eine kurze Einweisung erhalten hatte.

Viele Monate später habe ich die Wärmepumpe dann noch mit unserer „Smart-Home“-Zentrale (OpenHAB) verbunden. Die Wärmepumpe verfügt über eine Steuerplatine mit RJ45-Anschluss (ich glaube das war ein kostenpflichtiges Add-On). Darüber „spricht“ sie ein proprietäres Protokoll, welches OpenHAB mit dem „Novelan/Luxtronic“-Binding direkt unterstützt. Aktuell lese ich damit nur die Statuswerte aus (u.a. alle Temperaturen im Pufferspeicher, Vorlauf, Rücklauf, Außentemperatur, usw.) – längerfristig will ich damit auch die „wir-sind-im-Urlaub“-Einstellung steuern oder z.B. die Umwälzpumpe direkt über KNX schalten.

Wen es interessiert: die Wärmepumpe ist eine Alpha Innotec 82K3 mit Kühlfunktion (dazu später mal mehr). Sie läuft nun seit fast einem Jahr, wir hatten bislang keinerlei Ausfälle oder Probleme damit. Ich würde ja sagen, das Teil schnurrt wie ein Kätzchen – aber tatsächlich hört man NICHTS wenn die Wärmepumpe läuft. Für so viel Geld fast etwas schade, dass man nichts davon mitbekommt. 😉

Fliesen

Nachdem die Wärmepumpe aufgebaut war hatte ich begonnen, den Rest des Kellers weiter zu fliesen. Für Waschmaschine und Trockner habe ich zuerst einen kleinen Sockel aus Porenbeton-Steinen geklebt. Wenn man ein paar mal das Wasser aus der Waschmaschine ablassen musste (z.B. wegen Haarspangen in der Pumpe), weiß man das zu schätzen. 🙂

Die Ytong-Steine habe ich mit Grundierung vorgestrichen und nach der Trocknung einfach mit Fliesenkleber verklebt. Anschließend hatte ich Zeit, die Bereiche um die zuvor für Heizung und Puffer gefliesten „Inseln“ herum zu verlegen (an dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an Thomas für die spontane Unterstützung an dem Abend!).

Der ausgesparte Bereich (rechtes Bild, linker Bildrand) wurde übrigens erst im Juli fertiggestellt – da musste ich eine separate Fuge in die Fliesen schneiden, weil darunter die Estrichfuge (für den Pufferspeicher) verläuft.

Den Waschmaschinen-Sockel habe ich dann mit einer günstigen Alu-Kante elegant abgeschlossen. Edelstahl wäre an der Stelle besser (Alu is eben recht weich – 2x die Waschmaschine drüber schieben und schon sind da die ersten Kratzer drin) – aber Edelstahl ist halt deutlich teurer.

In der zweiten April-Woche haben dann auch die „richtigen“ Fliesenleger mit der Arbeite begonnen – mit den Bodenfliesen im Erdgeschoss (Küche, Flur, Abstellkammer, Gäste-WC). Dort haben wir uns für 60x60cm Platten entschieden, die schon etwas mehr Erfahrung und Feingefühl erfordern:

Elektroinstallation – „Plan B“

Während der Rohinstallation der Elektrik kommt irgendwann der Zeitpunkt wo man feststellt, welche Leitungen man vergessen hat. Garantiert. 🙁

Da sich nachträglich keine Leerrohre mehr in den Betondecken verlegen lassen, greift „Plan B“: die Installation auf dem Rohfußboden. Hierfür werden auch Leerrohre verwendet, die alle 50-80cm mit Betonnägeln (Fixpins) und Lochband bündelweise fixiert werden. Folgende Leitungen hatte ich vergessen und somit nachträglich auf dem Boden verlegen müssen:

  • alle Außensteckdosen (Front: 2x Strom, Terrasse Süd: 2x Strom, 1x Netzwerk :), Terrasse Ost: 2x Strom)
  • Stromanschluss für eventuelle Markise
  • Leerrohr zur Haustür (falls die mal irgendwann mit Elektroschloss ausgestattet wird)
  • Steckdose innen neben Haustür
  • Strom & Netzwerk im Eingangsbereich (z.B. für Telefon+Basisstation)
  • Strom für Wandheizkörper im Bad

Zudem waren zwei Leerrohre „kaputt“ (vermutlich beim Betonieren eingedrückt worden) – einmal Netzwerk+TV in einem Kellerraum, sowie ärgerlicherweise eine Wandlampe im Wohnzimmer. Auch die mussten über den Boden.

Nicht am Leerrohr sparen!

Für die Betondecken hatte ich ja das gute FRÄNKISCHE-Leerrohr (FFKuS-EM-F, grau) verwendet und war damit hoch zufrieden. Beim Fußboden habe ich die etwas günstigere Variante FBY-EL-F (schwarz) genommen – die sind etwas leichter zu verlegen, aber nicht so trittstabil. Also am besten gleich die Leitungen einziehen, bevor andere Gewerke darauf herumtrampeln.

Leider gingen mir am Ende die Leerrohre aus, und ich habe kurzerhand beim Hornbach nachgekauft. Die Rohre dort sind bestimmt 30% günstiger als FRÄNKISCHE, aber die Qualität ist absolut unterirdisch. Hat man Leitungen mit etwas mehr Kraft eingezogen (wenn viele Biegungen vorhanden sind), sind die Leerrohre gerissen – ich hab‘ sowas dann mit Gaffertape geflickt. Das Einziehen selbst war die reine Qual – die Reibung darin ist äußerst hoch. Kurzum: beim nächsten Haus 😉 bestelle ich immer 2-3 Rollen mehr von den Leerrohren und schicke den Rest (falls vorhanden) zurück oder verklopfe das bei eBay. Es lohnt sich nicht, hier hundert Euro zu sparen und dafür stundenlang herumzufluchen…
Nichts gegen Hornbach im Allgemeinen (bin dort ja Stammkunde), aber für mehr als 5 Meter Strecke sind deren Leerrohre einfach nicht geeignet.

Fußboden-Installation nur im Notfall

Nach wie vor würde ich versuchen alle Leitungen in den Betondecken zu verlegen und nur im Notfall die Installation auf dem Rohfußboden zu machen. Vielleicht ist das auch Geschmackssache – ein Nachbar hier hatte kein einziges Leerrohr in der Betondecke. Das mag gehen, ich sehe aber keinen einzigen Vorteil darin – eher im Gegenteil, man hat noch mehr Arbeit weil auch noch die Dämmung geschnitzt werden muss:

Einsparmöglichkeiten

Wem die vielen Leerrohre in der Betondecke zu viel werden, der kann einen anderen Trick anwenden: einfach nur eine 7×1,5 NYM-Leitung (am besten in einem DN30-Leerrohr!) in jeden Raum ziehen, und von dort aus dann zu den einzelnen Steckdosen verzweigen. Aber nicht vergessen, dass Elektro nur ca. 50-60% der Leerrohre ausmacht. LAN-Kabel lassen sich nur durch WLAN einsparen (das muss jeder selber entscheiden), und auch Rauchwarnmelder lassen sich auch per Funk vernetzen (entsprechend teurer).