Pool (II)

Nachdem der Pool im letzten Herbst ja noch eingebaut wurde, war es im Frühjahr soweit diesen endlich in Betrieb zu nehmen. Der Weg dahin war aber noch ziemlich weit…

Zuerst einmal wurde die Plane entfernt und das noch überraschend saubere Wasser abgepumpt:

Pool-Status im Frühjahr Ablassen des alten Wassers

Der Boden musste gründlich gereinigt werden, da sich dort eine Menge Dreck von den Bauarbeiten befand. Anschließend ging es mit dem Einbau der restlichen Bauteile (Unterwasserscheinwerfer, Skimmer, Düse) weiter.
Weil die Pumpe später einmal in der Garage stehen soll, erfolgte die Verrohrung in der Erde (mit „Spaflex“-Rohr). Um die Rohre später evtl. mal tauschen zu können ohne den ganzen Garten umzugraben, habe ich diese ein Drainrohr verlegt:

Pool-Verrohrung Pool-Verrohrung

Nach dem Anschluss des Filters (mit Pumpe) haben wir den Pool wieder gefüllt – natürlich mit Wasser aus unserem Brunnen.

Poolfüllung "naturtrüb"

Ähem… naja, „naturtrüb“ liegt ja voll im Trend. 🙂
(Hintergrund: über den Winter hat sich der Dreck um den Brunnen herum noch ein wenig gesetzt – ich hätte wohl erst mal etwas mehr Wasser laufen lassen sollen bevor ich den Pool damit befülle…)

Die Sandfilteranlage musste volle Arbeit leisten – nach einigen Tagen Filterung und Zugabe von Flockungsmittel war das Wasser letztendlich dann aber doch glasklar.
Zudem haben wir das Brunnenwasser analysieren lassen (damit es keine Überraschungen gibt – gerade eisenhaltiges Wasser reagiert nicht sooo toll auf Chlor). Das Ergebnis: unser Brunnenwasser hat fast Trinkwasserqualität, lediglich der Nitratwert liegt leicht über dem Trinkwasser-Grenzwert.

Pool-Umrandung

Die Umrandung des Pools sollte – genauso wie die Terrasse – aus Holz sein. Also galt es eine Unterkonstruktion zu bauen: mal wieder Schotter holen, verteilen, festrütteln, Unkrautvlies auslegen, Betonplatten verteilen, Stelzlager aufstellen, Trägerbalken ausnivellieren. Zwischendurch habe ich zudem ein Fundament für die Poolleiter gebaut, sowie drei Fundamentpunkte mit DN50-HT-Rohr als Aufnahme für drei Edelstahlrohre, an denen ich ein Sonnensegel befestigt habe:

Unterkonstruktion für Poolumrandung

Dann ging’s mit ganz viel Fleißarbeit an das Verlegen der Terrassendielen. Die rechte Seite sollte rechteckig sein (damit Platz zum Hinlegen ist), die linke Seite abgerundet. Mit einer selbstkonstruierten Schablone habe ich den abzusägenden Bereich angezeichnet und mit der Stichsäge geschnitten:

Poolumrandung abrunden Poolumrandung abrunden

Zum Schluss haben wir die Dielen noch sorgfältig geölt. Um den Pool herum haben wir Stauden, Pampasgras und zuletzt sogar zwei Hanfpalmen eingepflanzt – die Verblendung der Unterkonstruktion steht noch auf der ToDo-Liste.

Fertig. :-)

11 thoughts on “Pool (II)”

  1. Sehr schön! Mich würde interessieren , welche Pumpenleistung ( Fördermenge) hier verbaut wurde, um die Austauschrate über die lange Strecke umzusetzen .

    1. Die Pumpe ist eine „Aqua Plus 6“ (war in dem Poolset so vorkonfiguriert), die Leistung liegt bei 6m³/h.
      Zwischen Pool und Pumpe besteht aber fast kein Höhenunterschied, sondern „nur“ eine Distanz von rund 15m. Der relativ große Durchmesser der Spaflex-Rohre sollte daher auch über die Strecke zu keinem nennenswerten Druckverlust führen.

  2. Servus,

    cooles Projekt.
    Kannst du mir genauere Infos geben bezüglich der Leitung?
    Wie tief hast du Sie vergraben, Wie machst du das im Winter bezüglich Leitungen leeren?

    Gruß
    Markus

    1. Die Leitungen sind nur in „Spaten-sicherer“ Tiefe vergraben, also rund 50cm. Im Herbst werden die beiden Pool-Leitungen (genauso wie auch die Bewässerungsleitungen) mit Druckluft entleert.

      Ich habe leider gerade kein Bild zur Hand, daher versuche ich das mal bestmöglich zu erklären: die Pool-Leitungen „enden“ ja in der Garage (bei der Pumpe). Zwischen Pumpe/Filter und Pool ist dort in beiden Leitungen jeweils ein Kugelhahn eingebaut (um die Strecke zum Pool „dicht“ zu machen, wenn man z.B. mal die Pumpe abklemmen will).
      Und eben direkt vor dem Kugelhahn (also quasi zwischen Pool und Kugelhahn) ist ein PVC T-Stück mit 1/2″-Innengewinde eingebaut. Der 1/2″-Abzweig ist normalerweise mit einem Stopfen verschlossen. Zum Entlüften wird also einfach der Kugelhahn geschlossen, und über ein Adapterstück am 1/2″-Abzweig Druckluft eingeblasen.

      Ich hoffe das war verständlich. Weitere Bilder folgen in Kürze, wenn ich dazu komme die Pool-Heizung zu dokumentieren. 😀

      1. Hi, danke für die Info. Hast du vielleicht noch weitere Bilder für mich.

        Auch vom Anschluss an die Pumpe & co das wäre mega cool!

  3. Servus,

    cooles Projekt!
    Ich hätte ein paar Fragen zu der Verlegung der Schläuche.

    Wie tief hast du Sie eingegraben und wie machst du das im Winter bezüglich leeren der Leitungen?

    Danke & Gruß
    Markus

  4. Hallo Markus,
    Dein Projekt mit dem sonnendeck und dem runden Deck sieht toll aus. So habe ich es mir gedanklich auch schon vorgestellt. Wir haben unseren Rundpool gerade eingebaut. Könntest du mir bzgl. der Verlegung der Unterkonstruktion ein paar Fotos an meine Mail-Adresse übersenden? Wie verkleidest du die Aussenseite? Damit würdest Du mir sehr helfen vielen Dank! Grüsse Nico

    1. Hallo Nico,

      ich habe kaum Bilder von der Unterkonstruktion gemacht – am besten sieht man das tatsächlich auf dem Bild im Beitrag. Die Trägerbalken liegen alle parallel am Pool (im rechten Winkel zu den Dielen). Lediglich möglichst nah am Pool hatte ich noch „Querstreben“ eingebaut, damit die Dielen dort überall gut aufliegen. Die Bretter sollten idealerweise nicht mehr als ca. 15cm über einen Balken der Unterkonstruktion frei hinaus stehen um sich nicht zu sehr zu biegen.
      Die Außenseite ist bislang noch immer nicht verkleidet (es scheitert noch an ein paar Details). Dort soll aber einfach einmal umlaufend eine Reihe der selben Bretter verlegt werden. Ich plane die mit einer Kappsäge in ca. 40cm-Stücke zu schneiden und dann von der Oberseite aus hin zu schrauben. Ich werde dazu dann noch mal einen Beitrag schreiben.
      Viel Erfolg schonmal mit Deinem Pool!

  5. Hallo,
    die runde Poolumrandung sieht wirklich toll aus!
    Wir stehen auch gerade vor diesem Projekt, tun uns aber bezüglich der Terrasse etwas schwer. Wie hast du das, bei dieser Verlegevariante mit dem ringsum benötigten Gefälle der Dielen gemeistert?
    Ein Tipp würde uns sehr weiterhelfen.
    Beste Grüße
    Cathrin

    1. Hallo Cathrin,

      ganz einfach: es gibt da kein Gefälle. 😉

      Konstruktiv wäre das eine ziemliche Herausforderung gewesen. Die Frage ist aber schon: wozu bräuchte man dort ein Gefälle? Bei einer Terrasse am Haus ist das Gefälle wichtig, um das Wasser vom Haus weg zu führen (keine Staunässe an der Wand). Beim Pool spielt das aber keine Rolle. Die Dielen würden mit 2° Gefälle auch nicht wirklich schneller trocknen, das macht kaum einen Unterschied.

      Wir sind jetzt im dritten Sommer mit dieser Holzumrandung, bislang sehe ich keine Probleme und würde es wieder so machen.

      Wichtig ist aber die Holzpflege. Das Chlorwasser ist schon relativ agressiv. Aktuell ölen wir die Dielen jährlich im Frühjahr (Öl 2x auftragen!). Eine interessante Alternative wäre aber Bootslack – der ist sogar Seewasserfest und somit ziemlich robust.

      Als Lebensdauer der Holzumrandung rechnen wir mit 8-10 Jahren. Bislang schaut’s gut aus.

      1. Vielen Dank für die schnelle Antwort, die mir wirklich sehr weitergeholfen hat.
        Genau an der Konstruktion bezüglich Gefälle sind wir nämlich gestern gescheitert.
        Das wird uns die Arbeit enorm erleichtern und eine jährliche Holzbehandlung habe ich eh eingeplant.
        Tausend Dank!

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